Interviews

DAM Preis Finalisten für Architektur in Deutschland 2020

Nachverdichtung im Frankfurter Stadtkern: Im Innenhof eines Bestandgebäudes haben die Architekten von NKBAK für das Unternehmen Stylepark einen Neubau geplant und umgesetzt. Eine besondere Herausforderung stellten die denkmaltechnischen Auflagen bezüglich der Friedhofsmauer des angrenzenden Peterskirchhofs dar. NKBAK integrierte die historische Mauer in den modernen Neubau und führte sie optisch fort. Ebenfalls ungewöhnlich: Die Sichtbarkeit des neuen Gebäudes vom Peterskirchhof ist – entgegen der üblichen Hinterhofsituation – erwünscht. Zentraler Gedanke des Projekts war das Weiterbauen, nicht die Abgrenzung. Die verschiedenen zeitgeschichtlichen Aspekte des Gebäudes werden betont und verschmelzen gleichzeitig harmonisch miteinander. Mit dem Stylepark Neubau ist den Architekten von NKBAK ein zeitgemäßes Beispiel der Nachverdichtung im urbanen Raum gelungen.
  
Zum Interview NKBAK Nicole Kerstin Berganski Andreas Krawczyk

James-Simon-Galerie, Berlin (David Chipperfield Architects, Berlin)
David Chipperfield Architects haben mit dem Bauprojekt der James-Simon-Galerie im kulturellen Zentrum von Berlin – zwischen Kupfergraben und Neuem Museum gelegen – das neue, luftige Eingangsgebäude zur Berliner Museumsinsel realisiert. Dabei kommen der Galerie zentrale Leit- und Servicefunktionen zu: Durch das Objekt werden die Museumsbesucher, empfangen auf einer breiten Freitreppe, über die Archäologische Promenade in die einzelnen Häuser geführt. In ihrem Entwurf griffen die Architekten die bestehende gebaute Topografie mit Kolonnade und Freitreppen auf. David Chipperfield Architects haben mit dem Bauprojekt der James-Simon-Galerie im kulturellen Zentrum von Berlin – zwischen Kupfergraben und Neuem Museum gelegen – das neue, luftige Eingangsgebäude zur Berliner Museumsinsel realisiert. Dabei kommen der Galerie zentrale Leit- und Servicefunktionen zu: Durch das Objekt werden die Museumsbesucher, empfangen auf einer breiten Freitreppe, über die Archäologische Promenade in die einzelnen Häuser geführt. In ihrem Entwurf griffen die Architekten die bestehende gebaute Topografie mit Kolonnade und Freitreppen auf.

Zum Interview mit Alexander Schwarz, Partner und Design Director bei David Chipperfield Architects Berlin

taz Neubau, Berlin (E2A, Zürich)
Unter den fünf Finalisten des DAM Preises für Architektur in Deutschland 2020 befinden sich die Architekten von E2A mit ihrem lösungsorientieren Entwurf des Neubaus des taz Redaktions- und Verlagsgebäudes in pulsierender Ecklage an der Berliner Friedrichstraße. Zwischen dem traditionellen Berliner Block und den aus der Zeit des IBA (1984) stammenden Solitärbauten gelegen, ist den Architekten ein beispielhaft harmonischer wie städtebaulich überzeugender Ansatz gelungen: Durch das in einer Netzstruktur konzipierte System des Objekts ist mit wenigen Elementen eine größtmögliche Belastung erreicht worden. So ist ein System ohne hierarchisch-dominierende Strukturen entstanden – für die taz Sinnbild und Leitgedanke, ein Haus der offenen Kommunikation und Begegnung auf Augenhöhe.
 
Zum Interview mit E2A, Zürich