Nominierungen
Fotograf: Hélène Binet Hafven – Coworking und Makerspace, Hannover, Deutschland
Bei dem Coworking und Makerspace »Hafven« handelt es sich um einen neu entwickelten Gebäudetypus für Bildung, Technologie, Forschung und Produktion – kurz, zur Materialisierung utopisch scheinender Ideen. Das Haus steht auf einem ehemaligen Industrieareal; die umgebende Wohnbebauung aus den 1950er Jahren charakterisiert heute den Ort.
Mit dem Bild von Räumen alter Fabriken im Kopf machten sich die Planer auf die Suche nach einem Industriebau 4.0.. Es ging um die Symbiose einer Halle und kleiner Werkstätten. Von außen betrachtet wirkt das Gebäude geschlossen, gleichzeitig neigt es sich aber seinen Nachbarn entgegen und vermittelt zwischen den unruhigen Höhenverhältnisse seiner Umgebung. Nach innen öffnet sich jeder Raum zu einem Innenhof, der sich auf jeder Ebene geometrisch wandelt. Durch diese Diskrepanz stellt sich das Gefühl ein, sich in einem sehr viel größeren Raum zu befinden, als es tatsächlich der Fall ist. Die Geschossdecken enden nicht an der inneren Fassade, sondern laufen in den Hof hinein. Durch die Verwendung desselben Materials fließen Innen- und Außenraum zusätzlich ineinander. Das Dach scheint oben aufgeschnitten zu sein.
Von außen lässt sich das Gebäude nicht einordnen. Es lässt verschiedene Interpretationsmöglichkeiten zu und macht neugierig. Auch die Konstruktion – Skelett- oder Massivbau? – offenbart sich nicht eindeutig.
ID
065
Architekturbüro
Mensing Timofticiuc Architekten
Mittenwalder Straße 8
10961 Berlin
http://www.mensingtimofticiuc.com
mail@mensingtimofticiuc.com
Projektteam
- Marius Mensing, Architekt
- Anca Timofticiuc, Architektin
Bauherren
Plimo Gmbh & CO. KG
Tragwerksplanung
Pichler Ingenieure, Berlin
Haustechnik
HDH Ingenieure, Berlin
Bauphysik
Ingenieurbüro Axel C. Rahn, Berlin
Brandschutz
Peter Stanek, Berlin
Sonstige
Fläming Baustofflabor, Treuenbrietzen
Projektsteuerung
Ute + Ludger Bühren, Dipl.-Ing. Architekten, Berlin

